Bei der (Neu-)Einrichtung Ihrer Wohnung können Sie die vielen Vorteile von Teppichboden einfach nicht übersehen. Kein anderer Fußbodenbelag bringt so viel Wärme und Stimmung ins Haus wie Teppichboden. Was ist gemütlicher als lang ausgestreckt mit einem spannenden Buch oder dem iPad vor der Nase vor dem Kamin zu liegen? Oder spazieren Sie lieber barfuß durch das Zimmer um die einzigartige Sensation von Weichheit unter den Füßen zu fühlen?
Sie möchten Energiekosten sparen? Schauen Sie sich Ihren Fußboden genau an! Ungedämmte Fußböden sind für 10 bis 20 % der Wärmeverluste in Wohnumgebungen verantwortlich. Der richtige Teppichboden kann Ihnen helfen, die Energiekosten für Heizung und Kühlung zu senken, da Teppich ein außergewöhnlich gutes Dämmmaterial sein kann.
Untersuchungen haben ergeben, dass der Dämmwert von Teppichböden bis zu 10-mal höher ist als der von Hartbodenbelägen. Der Grund dafür ist, dass Teppichfasern natürliche Isolierstoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit sind. Darüber hinaus schließt der Oberflächenflor des Teppichs mit seinen Millionen winziger Fasern Luft ein und erhöht die Dämmwirkung zusätzlich. Je größer die mit Teppichboden bedeckte Fläche ist, umso größer ist die erreichte Wärmedämmung. Für eine maximale Dämmwirkung sind daher Teppichböden zu bevorzugen, die von Wand zu Wand verlegt werden.
Ihre Lieblingsmusik klingt in einem Raum mit Teppichboden viel schöner und voller. Warum sonst sind fast alle Konzertsäle und Kinos weltweit mit Teppichboden ausgestattet? Moderne Home-Entertainment-Anlagen und ausgeklügelte Lautsprecheraufstellungen ergeben nur Spitzenqualität, wenn der Raum mit Teppichboden ausgelegt ist.
Im Vergleich zu einem harten Fußboden halbiert Teppichboden die Nachhallzeit der Klangwellen, die von Wänden und Möbeln reflektiert werden, und sorgt dafür, dass Ihre Hörfreude nicht von verformten Tonhöhen oder nachhallenden Tönen gestört wird.
Senioren, denen das Laufen schon etwas schwer fällt, fühlen sich bei Teppichboden viel sicherer. Denn das Ausrutschrisiko ist zu verwahrlosen.
Eine glatte Treppe wird weniger gefährlich, wenn sie mit Teppichboden verkleidet wird.
Eine wissenschaftliche Studie hat ergeben, dass der Aufprall bei einem Fall viel besser gedämpft wird auf einem ausreichend dicken Teppichboden als auf harten Fußböden. Demzufolge werden in einem Haus mit Teppichboden erheblich weniger Knochenbrüche und andere Verletzungen auftreten.
Haben Sie kleine Kinder im Haus, die kriechen oder laufen lernen? Sie werden es auf dem weichen Untergrund eines Teppichbodens schneller probieren.
Und bei den unvermeidlichen Fallpartien treten weniger Schürfwunden oder blaue Flecke auf, als bei anderen Fußböden. Das ist besser für Babys Leib und Gliedmaßen und für die Gemütsruhe der Eltern.
Ein mit Teppichboden belegter Boden fühlt sich wärmer an und im Vergleich zu einer glatten Oberfläche muss nicht so viel geheizt werden. Führende Ergonomieexperten und Ingenieure haben herausgefunden, dass der Temperaturunterschied zwischen Kopf und Füßen nicht mehr als 2,5 °C betragen sollte, damit man sich wohl fühlt. Dieser Temperaturunterschied tritt bei einem hochwertigen, vollflächig verlegten Teppichboden aufgrund seiner ausgezeichneten Wärmedämmeigenschaften fast nie auf. Da Teppichboden in einem Raum dafür sorgt, dass sich Ihre Füße und Knöchel wärmer anfühlen, fühlt man sich in einem solchen Raum sogar bei einer um ein bis zwei Grad geringeren Temperatur wohler als bei gleicher Temperatur in einem Raum mit Hartbodenbelag.
Auf diese Weise können Sie das Heizungsthermostat tatsächlich etwas herunterdrehen, ohne Komfort einzubüßen. So können Sie zusätzlich zu den oben genannten noch weitere Energieeinsparungen erzielen.
Quelle: Prof. Dr. Ing. Lothar Siebel, Sachverständiger für Bauphysik, FH Aachen
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum die wärmedämmende Wirkung von Teppichböden zehnmal höher ist als die von Hartböden? Die Erklärung ist einfach: Aus der Physik wissen wir, dass Luft ein schlechter Wärmeleiter und daher eine gute Wärmeisolierung ist. Genau aus diesem Grund befindet sich bei Doppelverglasungen Luft zwischen den beiden Glasscheiben. Die gleiche Logik gilt für Teppichböden: Zwischen den Teppichfasern befindet sich eine Schicht eingeschlossener Luft, die wie eine Wärmeisolierung wirkt. Das Ausmaß hängt natürlich von den Fasern und der Höhe des Flors ab. Je dicker der Teppich ist, desto besser ist seine isolierende Wirkung. Ein Teppichboden mit Unterlage liefert noch bessere Ergebnisse.
Diese Darstellung zeigt, dass ein Teppichboden den Wärmefluss durch den Fußboden reduziert, weil er als Isolator fungiert.
(Quelle: Dr. Lothar Siebel, Sachverständiger für Bauphysik, Aachen)
(Quelle: GUT Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden e.V)
Material | Wärmedurchlasswiderstand* R-Wert (m2K/W) |
Beton (10 cm dick) | 0,07 |
Sperrholz (1 cm dick) | 0,08 |
Teppichboden (1 cm dick) | 0,18 |
Glasfaserdämmung (1 cm dick) | 0,22 |
* Mit dem R-Wert wird der Widerstand eines Materials gegen die Wärmeübertragung bzw. der Wärmedurchlasswiderstand gemessen – je höher der R-Wert, desto größer ist die Dämmwirkung.
Tabelle 1. Carpet Buyers Handbook (R-Werte umgerechnet in die in Australien verwendeten metrischen Einheiten = m²K/W)
(Source: Carpet institute of Australia Limited)
Verletzungen infolge eines Falls für ältere Menschen ein großes Gesundheitsproblem bilden? Fälle von älteren Personen durch verschiedene Faktoren verursacht werden: Schwindelgefühl, Gleichgewichtsprobleme, Medikamente, Erkrankungen von Muskeln und Knochen, Verwirrung, neurologische Probleme, visuelle Einschränkungen usw. Wenn ältere Menschen fallen, brechen sie häufiger Knochen, da ihre Knochen schwächer werden.
Mit Teppichboden im Haus besteht fast kein Risiko mehr für Ausrutschen und bei einem Fall sind die Folgen oft weniger schlimm.
Eine britische biomechanische Studie bewiesen hat, dass das Risiko für eine Hüftfraktur bei einem Fall auf einen Teppichboden mit einer Florhöhe von 7 Millimetern viermal niedriger ist als bei einem Fall auf einem PVC-Fußboden und sechsmal niedriger als bei einem Fall auf einem Betonfußboden?
(Quelle: Booth et al., 1996 BR Orth. Res. Soc. Proc., Sept.)
Feiern Sie regelmäßig im Haus oder Appartement? Ihre Nachbarn werden Ihnen dankbar sein, wenn in Ihrem Wohnzimmer Teppichboden liegt. So werden sie weniger von Kontaktlärm gestört, der über den Fußboden und die Wände übertragen wird.
Teppichboden absorbiert Schall außerordentlich gut und vermindert die Laufgeräusche schnell um 25 bis 34 Dezibel. Zum Vergleich: Laminat reduziert Oberflächengeräusche um nur 1 bis 6 Dezibel. Und gerade das ist der Unterschied zwischen ruhig Cocoonen und sich über störenden Lärm der Nachbarn ärgern.
Teppichboden mindert auch den Lärm in Ihrem eigenen Wohnzimmer. Er absorbiert neben Lärm der Nachbarn auch die Schritte und Geräusche, die Sie und Ihre Mitbewohner machen und die von Möbeln und Wänden reflektiert werden. Die Reflexionszeit von Schallwellen (Nachhallzeit) wird in einem Raum mit Teppichboden halbiert im Vergleich zu harten Fußbodenbelägen. So entsteht eine “gemütliche Stimmung”, wodurch Menschen weniger laut sprechen.
Auch Lärmbelästigung von Straßenverkehr und Bauarbeiten werden von Teppichboden erheblich reduziert. Im Vergleich zu harten Fußböden absorbiert Teppichboden mehr als zehnmal so viel (über die Luft transportierten) Schall.
Zum Schluss: Teppichboden ist nicht nur der beste Schalldämpfer aller Fußbodenbeläge, sondern er sorgt auch dafür, dass in Ihrem Wohnraum erheblich weniger Lärm im Vergleich zu einem harten Fußboden erzeugt wird.
Teppichboden absorbiert mehr Geräusche von Nachbarschaftswohnungen als jeder Hartbodenbelag.
(Quelle: The Building Performance Centre, Napier University, Edinburgh - 2004)
Bei Teppichboden sind die erzeugten Geräusche leiser als bei Hartbodenbelägen, und die Nachhallzeit der reflektierten Geräusche ist kürzer.
(Quelle: GUT, Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden e.V.)
Die Wahl des “richtigen” Bodenbelags leistet einen entscheidenden Beitrag zur Schalldämmung. Tatsächlich reduziert Teppichboden das Nachhallen von Schall erheblich, weil er über zehnmal mehr luftgetragenen Schall schluckt als alle anderen Bodenbelagsmaterialien. Weil er für mehr Ruhe sorgt, erhöht ein Teppichboden das Wohlbefinden beträchtlich.
(Quelle: Dow Chemical)
Bei Teppichboden sind die erzeugten Geräusche leiser als bei Hartbodenbelägen, und die Nachhallzeit der reflektierten Geräusche ist kürzer.
(Quelle: The building performance centre, Napier University, Edinburgh, 2004)
(Quelle: Scottish House Condition Survey by Scottish Homes - 1996)
Teppichboden sorgt für eine bessere und gesündere Luftqualität im Haus. Denn der Flor des Teppichbodens bildet eine dreidimensionale Struktur, die Feinstaub und Allergene bindet. Dadurch zirkulieren Feinstaub und Allergene nicht immer wieder neu durch den Raum bei jeder Luftbewegung, wie das bei anderen Fußbodenbelägen der Fall ist. Wenn sich der Staub gesetzt hat, wird er nicht mehr aufgewirbelt, auch nicht, wenn man über den Teppichboden läuft. Denn die Staubteilchen sind fest zwischen dem Teppichbodenflor verankert. Selbstverständlich müssen Sie Ihren Teppichboden regelmäßig mit einem guten Staubsauger reinigen (mit Rollbürste und Mikrofilter (HEPA-Filter)) und zwar mindestens zweimal wöchentlich.
Im Jahr 2006 führte die GUI (Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik) eine Studie im Auftrag des Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) durch. Dabei wurde die Innenraumluft in mehr als 100 willkürlich gewählten Wohnungen analysiert. Bei dieser Analyse verglich man die Konzentration Feinstaub in Inneneinrichtungen mit Teppich mit der in Wohnräumen mit hartem Fußboden. Die Untersuchungsergebnisse waren deutlich: In Räumen mit einem harten Fußboden betrug die durchschnittliche Konzentration Feinstaub zweimal so viel wie in Räumen mit Teppich, wobei die in Deutschland geltenden Grenzwerte für Außenluft (50 µg) um 20 % überschritten wurden.
Der Pol (Flor) des Teppichbodens fungiert als dreidimensionale Falle für Feinstaub und Allergene.
Die Staubkonzentration ist wesentlich niedriger in Räumen mit Teppichboden als in Interieuren mit harten Fussbodenbelägen.
Allergene sind Substanzen, die bei empfindlichen Personen Überempfindlichkeitsreaktionen des Immunsystems (allergische Reaktionen) auslösen können.
Feinstaub ist eine Form von Luftverschmutzung. Zum Feinstaub werden die in der Luft schwebenden Teilchen unter 10 Mikrometern gerechnet. Untersuchung hat ergeben, dass Feinstaub beim Einatmen gesundheitsschädigend ist. Die wichtigsten Ursachen für Feinstaub sind Verkehr (40 %), Industrie (23 %) und Landwirtschaft (20 %). Feinstaub entsteht infolge des Verbrennungsprozesses bei Autos (vor allem Dieselmotoren), Stromzentralen, sowie in industriellen und privaten Heizanlagen. Aber er kann auch bei der Lagerung und beim Umschlag von beispielsweise Kohle, Erz und Getreide und beim Abrieb von Autoreifen und Straßen entstehen.
Haushalte liefern auch einen erheblichen Beitrag durch u.a. Betreiben von Allesbrennern und Kaminen, Grills, Rauchen von Zigaretten und Autofahren. Die Rußteilchen, die beim Heizen mit beispielsweise einem Kamin entstehen, haben einen relativ hohen Gehalt an Schadstoffen infolge unvollständiger Verbrennung. Außerdem findet diese Form der Emission in die direkte Umgebung und in Wohnhöhe statt. Schließlich kann Feinstaub einen natürlichen Ursprung haben, beispielsweise: aufwehender Bodenstaub und Meeressalz.
(Image courtesy of the U.S. EPA)
Die durchschnittliche Konzentration von Feinstaubpartikeln in Innenräumen war in Räumen mit Hartbodenbelägen doppelt so hoch wie in Innenräumen mit Teppichböden und überstieg den in Deutschland für die Außenluft festgelegten Grenzwert von 50 μg/m3. Für empfindliche Menschen mit einemgeschwächten Bronchialsystem ist die Auswahl eines Teppichbodenbelags, der den Staub bindet und ihn nicht in die Luft abgibt, eine wichtige Vorsorgemaßnahme.
(Quelle: Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) and Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik (GUI Mönchengladbach) - Dr. Dipl.-Ing. Andreas Winkens.)
Dieser Test zeigt einen Vergleich der Staubmenge, die während einer 16- minütigen Begehung eines Teppichbodens und eines Hartbodenbelags in die Luft abgegeben wird. Nicht nur, dass bei der Begehung des Hartbodenbelags mehr Staub aufgewirbelt wird – nein, die Staubmenge steigt auch nach Beendigung der Begehung noch weiter an.
(Quelle: Cleaning and foot Traffic Emissions Analysis, Prof.Testing Laboratory, Dalton GA, Asbury G., 2002)
HEPA steht für „High Efficiency Particulate Air“ und bezeichnet eine spezielle Art von Luftfilter, der je nach spezifischem Filtertyp bis zu 99,999995 % aller Staubpartikel größer als 0,3 Mikrometer (µm) auffängt. Der HEPA-Filter wurde in den 1940er Jahren im Rahmen des „Manhattan-Projekts“ (Entwicklung der Atombombe) entwickelt, um die Ausbreitung radioaktiver Verschmutzung zu verhindern.
Das Filter wurde in den 1950er Jahren kommerzialisiert. Der Name wurde als Markenzeichen geschützt und gleichzeitig zu einem Gattungsnamen für hocheffiziente Filter.